Dino Muzzi beendete 1985 sein Studium für Körpertherapie an der Universität Montreal und 1993 sein Studium für Osteopathie am Collège d’Études Ostéopathiques in Montréal.
Neben seiner klinischen Tätigkeit unterrichtet er leidenschaftlich an verschiedenen Osteopathiekollegs. Er hat in den letzten 28 Jahren mit mehr als 20 Schulen in 11 verschiedenen Ländern zusammengearbeitet.
Darüber hinaus entwickelte er ein Fachwissen über die emotionale Komponente und die somatischen Störungen, indem er mehrere Jahre lang mit einer Gruppe von Psychologen zusammenarbeitete, die auf Traumata spezialisiert sind. Er hat eine spezifische osteopathische Methode für somato-emotionale Dysfunktionen entwickelt, die Osteopathie und Focusing kombiniert.
Jeder kennt die Bedeutung des emotionalen Engramms für den Erfolg einer osteopathischen Behandlung. Dieses 3tägige Seminar wendet sich an alle Osteopathen, die ihre osteopathische Herangehensweise an somato-emotionale Dysfunktionen vertiefen möchten. Sie werden zunächst lernen, in Ihren Händen zwischen einer somato-emotionalen Dysfunktion und einer somatischen Spannung zu unterscheiden. Dieser Ansatz, der Osteopathie und Focusing kombiniert, ist nicht-direktiv und lässt Raum für das tiefe Auftauchen der Bedeutung und der Ursachen der Dysfunktion, ohne die Beteiligung des Verstandes. Der Therapeut wird dann zu einem Werkzeug, das den Patienten durch die Auflösung seiner Spannungen und Emotionen führt. Es gibt keinen Raum für Urteile, persönliche Filter oder Interpretationen von Seiten des Therapeuten und des Patienten; nur der tiefe, unbewusste Teil des Patienten kann sich ausdrücken.
Focusing ist ein körperbasierter Ansatz der Psychotherapie, der Anfang der 1970er Jahre von dem Amerikaner Eugene Gendlin entwickelt wurde. Sie wird vor allem durch eine Haltung der Aufmerksamkeit für das Gefühlte beschrieben, d.h. für das, was in einem selbst vorgeht: Emotionen, kinästhetische Empfindungen sowie viszerale Wahrnehmungen. Gendlin hat den "bodily felt sense" definiert, ein Körpergefühl, das der Körper erkennt und mit einer Emotion, einer Spannung oder einem Problem, mit dem die Person konfrontiert ist, identifizieren und in Verbindung bringen kann. Die Ergebnisse einer klinischen Studie in einem Krankenhaus in den Vereinigten Staaten zeigten, dass Focusing im Vergleich zur Kontrollgruppe die Symptome von Depressionen deutlich verringerte und eine positive Körpereinstellung bewirkte (Katonah DG, Flaxman J, 2009).
Nach mehreren Jahren der Praxis, der Reflexion und des Lernens über den Focusing-Ansatz in Verbindung mit der osteopathischen Praxis ist nun klar, dass diese beiden Ansätze zusammen ein sehr kraftvolles und effektives Werkzeug für den Osteopathen darstellen.
Während dieser drei Tage werden folgende Themen behandelt: